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Nie Sonnenbrand, trotzdem Hautkrebs!

27. April 2009

Pünktlich zum Wochenende klettern die Temperaturen in Berlin wieder über die 20 Grad Celsius Grenze. Die Parks werden aufgrund des dazugehörigen Sonnenscheins überfüllt sein, denn alle Wintermuffel werden versuchen sich die Zeit, bis zum Sommer, mit den wenigen Frühlingssonnenstrahlen zu verschönern. Passend zum schönen Wetter haben Wissenschaftler neue Erkenntnisse aus der Hautkrebsforschung veröffentlicht.

Bislang galten helle Hauttypen mit blonder oder roter Haarfarbe als besonders gefährdet. Dunkelhaarige, die nicht leicht Sonnenbrand bekommen, wurden bisher nicht zu den Risikopatienten gezählt. Doch nun könnte laut Peter Kanetsky, Ph.D., M.P.H., Assistentsprofessor der Epidemiologie an der Universität in Pennsylvania und seinen Kollegen das Gen MC1R einen entscheidenen Einfluss bei der Hautkrebserkrangung malignes Melanom spielen.

Traditionally, a clinician might look at a person with dark hair who did not sunburn easily and classify them as lower risk for melanoma, but that may not be true for all people in the population.“sagte Peter Kanetsky

Das Gen MC1R enthält Informationen zur Herstellung des Proteins „melanocortin 1 receptor“. Dieses Protein spielt eine wichtige Rolle in der Pigmetierung und befindet sich an der Oberfläche von Melanocyten, welche das Pigment Melanin herstellen. Melanin gibt der Haut, den Haaren und den Augen ihre Farbe.

779 Melanompatienten der „Pigmented Lesion Clinic of the University of Pennsylvania“ wurden analysiert und mit 325 gesunden Kontrollpatienten verglichen.

Dabei entdeckten die Forscher, dass die Präsenz von Varianten des Gens MC1R ,mit einen 2 mal so hohem Risiko an malignen Melanom zu erkranken, verbunden ist. Das Erkrankungsrisiko wurde vor allem bei Patienten festgestellt, die normalerweise nicht zu den Risikopatienten zählen. Bei dunkelhaarigen Menschen, die ein Variante des Gens MC1R mit sich tragen erhöht sich das Risiko an malignen Melanom zu erkranken um das 2,4 fache. Es wurde aber kein erhöhtes Risiko bei blonden und rothaarigen Menschen mit diesem Gen festgestellt. Betroffen sind auch Menschen mit dem Gen und einer dunklen Augenfarbe, bei denen sich das Erkrangungsrisiko um das 3,2 fache erhöht. Außerdem wurde eine Risikoerhöhung um das 8 fache bei Menschen, die keine Sommersprossen bekommen, festgestellt.

In Deutschland erkranken jährlich 15000 Menschen an malignen Melanom und 2000 Menschen sterben daran. Da es aber noch keine Möglichekeit gibt sich auf MC1R testen zu lassen, bleibt den Sonnenanbetern nur die Nutzung von Sonnencreme um die Hautkrebsgefahr zu verringern.

Quellen:

http://ghr.nlm.nih.gov/gene=mc1r http://www.sciencedaily.com/releases/2009/04/090421101621.htm http://melanoma.at/

One Comment leave one →
  1. 27. Mai 2010 09:34

    Sommer – Sonne – Sonnenbrand? Sonnenbrand muß nicht sein, textiler Sonnenschutz mit einem Sonnensegel oder einer Markise, so ist man vor den schädlichen UV-Strahlen bestens geschützt.

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